Zeitlich geschickt platziert in die Debatte um das Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen meldet die sogenannte „Deutsche UmweltHilfe“ am 29.10.2021: „Tempolimit wird kommen“ und argumentiert mit einem „CO2-Einsparpotential bis zu 8 Millionen Tonnen pro Jahr“ und einer „notfalls juristische Durchsetzung“.

Erst weiter hinten ist dann zu lesen, wie diese Einsparung erreicht werden soll. Denn die Höchstgeschwindigkeiten sollen dafür stark beschränkt werden, überall und grundsätzlich: auf Landstraßen höchstens 80 km/h und in der Stadt auf maximal 30 km/h. Auf der Autobahn soll sogar generell auf Tempo 100 gedrosselt werden am Tag und nachst auf 120 km/h. So ließen sich angeblich diese 8 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Womit im Umkehrschluss die DUH eingesteht, dass Tempo 130 auf der Autobahn keine nennenswerte Einsparung bringt. Weil die Debatte seit Jahren geführt wird, kommen viele Studien bei 130 nur auf zwei Millionen Tonnen, die gemessen an den gesamten CO2-Emissionen in Deutschland eine Einsparung von rund 0,25% bedeuten.

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